Leipziger Bündnis gegen Depression
Deutsches Bündnis gegen Depression
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Geschichte des Leipziger Bündnisses gegen Depression

Gründung und Hintergrund

Das Leipziger Bündnis gegen Depression wurde mit einer Auftaktveranstaltung im Gewandhaus zu Leipzig am 18. Juni 2009 gegründet. Es wurde von Frau Dr. Manuela Richter-Werling, Geschäftsführerin von Irrsinnig Menschlich e.V., Herrn Thomas Seyde, Psychiatriekoordinator der Stadt Leipzig und Herrn Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig initiiert und entstand zunächst als Teilprojekt des EU- geförderten Projektes "Optimizing suicide prevention programs and their implementation in Europe" (Optimierung von Suizidpräventionsprogrammen und ihre Umsetzung in Europa; OSPI-Europe: www.ospi-europe.com) unter der Leitung von Prof. Dr. Hegerl. Hauptziel des Projektes, das von 2008-2013 mit 14 europäischen Partnern umgesetzt wurde, war es, einen Beitrag zu einer verbesserten Versorgung depressiv erkrankter Menschen zu leisten und so indirekt einen günstigen Einfluss auf die Rate von Suizidversuchen und Suiziden zu nehmen.
Das OSPI-Europe-Projekt basierte dabei auf einem etablierten Interventionskonzept. Dieses wurde im Jahr 2001 im Rahmen des Nürnberger Bündnisses gegen Depression entwickelt und erstmalig erprobt. Mit dem Ziel, die Versorgung der depressiv erkrankten Menschen in der Stadt Nürnberg zu verbessern, wurde der gemeindebasiertes Ansatz gleichzeitig auf 4-Ebenen gestartet. Das Konzept schloss die Kooperation mit niedergelassenen Allgemeinmedizinern (1), Öffentlichkeitsarbeit (2), Kooperation mit Multiplikatoren (3) und Angebote und Unterstützung für Betroffene und Angehörige (4) ein. Nach den ersten aussichtsreichen Ergebnissen, die sich durch die wissenschaftliche Begleitevaluation abzeichneten, wurde 2002 dann der überregionale Dachverband "Deutsches Bündnis gegen Depression e.V." (www.buendnis-depression.de) gegründet. Unter ihm führen mittlerweile etwa 70 regionale Bündnisse in ganz Deutschland lokale Aktivitäten durch. Sie bieten Veranstaltungen zum Thema "Depression" an und informieren über die Erkrankung und Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige.


Das 5-Ebenen-Interventionskonzept von OSPI-Europe

Das Projekt sah einen klar umrissenen Interventionszeitraum von Juni 2009 - März 2011 vor. Währenddessen wurden mit besonders großer Intensität Aktivitäten simultan auf den fünf Ebenen durchgeführt. So wurden beispielsweise insgesamt 66 Trainingworkshops mit 1035 Teilnehmern durchgeführt. 86 von ihnen waren Hausärzte und 915 Multiplikatoren aus verschiedenen Berufsgruppen. Die interaktiven Weiterbildungen thematisierten sowohl Depression als auch suizidale Verhaltensweisen. Um Informationen zum Thema Depression auch in der Öffentlichkeit zu verbreiten wurde eine facettenreiche Medienkampange gestartet. Sie umfasste u.a. Werbung an öffentlichen Orten und in den Bussen & Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (in Form von Postern), das weitläufige Verteilen eines Informationsflyers, das Ausstrahlen eines Kinowerbespotts, regelmäßige Pressearbeit und insgesamt 45 öffentliche Veranstaltungen (Vorträge, Diskussionen, Informationstische). Auch eine Homepage, die regelmäßig aktualisiert wird und ein monatlicher Newsletter, der über aktuelle Veranstaltungen und Aktivitäten des Leipziger Bündnis gegen Depression berichtet, wurden eingerichtet. Sie sollen wie alle Aufklärungsaktivitäten auch dazu beitragen, Betroffene zu motivieren, sich im Bedarfsfall Hilfe und Unterstützung zu suchen. Im Falle von konkretem Hilfebedarf vermittelte das Leipziger Bündnis gegen Depression bei Anfragen und stellte Informationen zur Verfügung. Auch wurden verschiedene Angebote wie ein Kreativtreff und eine Laufgruppe für Betroffene geschaffen.
Nach Ende des Interventionszeitraumes konnte das Leipziger Bündnis gegen Depression im strukturellen Rahmen des Projektes, das im März 2013 endete, fast alle Aktivitäten in ähnlicher Weise, wenn auch mit geringerer Intensität, fortführen. In dieser Phase gewann das ehrenamtliche Engagement, das bereits seit der Gründung im Juni 2009 eine wichtige tragende Säule der Leipziger Bündnisarbeit war, zunehmend an Bedeutung.

Das Leipziger Bündnis gegen Depression wird zum e.V.

Um die Arbeit auch nach Auslaufen des OSPI-Europe-Projektes auf feste und überdauernde Füße zu stellen, wurde seit 2011 eine Vereinsgründung erwogen und vorbereitet. Seit der Gründungsversammlung am 9. Juli 2013 arbeitet das Leipziger Bündnis gegen Depression entsprechend als eingetragener Verein mit Sitz am Zentrum für Seelische Gesundheit am Universitätsklinikum in Leipzig. Die Arbeit wird vorwiegend durch ehrenamtliches Engagement getragen und hat zum Ziel in unserer Stadt auch weiterhin über die Erkrankung Depression aufzuklären, Betroffenen und Angehörigen Hilfestellung zu geben sowie die Netzwerkarbeit der relevanten Akteure in Leipzig zu stärken. Gründungsmitglieder und Gäste zur Gründungsversammlung des Leipziger Bündnisses gegen Depression am 9. Juli 2013