Leipziger Bündnis gegen Depression
Deutsches Bündnis gegen Depression
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6. Novemberleuchten 2014

So., 09. November 2014; 17:00; UT Connewitz; Wolfgang-Heinze-Straße 12A

Wir laden herzlich zum diesjährigen 6. "Novemberleuchten" am Sonntag, den 09.11.2014 ab 17:00 Uhr ein! Es findet zum 2. Mal im UT Connewitz, 5 Minuten Fußweg ab dem Connewitzer Kreuz in Leipzig statt.

In einer Gesprächsrunde zum Thema Selbsthilfe, werden die zahlreichen positiven Wirkungen von Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen diskutiert.

Anschließend erfolgt die Vorführung des Films "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" (USA, 2014)

Der Eintritt ist wie bisher frei. Um Spenden zu Gunsten der Arbeit des Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. wird gebeten.

Wir freuen uns darauf, Sie als Gast begrüßen zu dürfen!
Der Einlass ist ab 16:45, das Programm beginnt um 17:00 Uhr.

Den Flyer können Sie hier herunterladen: NL_2014_Flyer

Nachbericht:

Am Tag des innerdeutschen Mauerfalls vor genau 25 Jahren fand unser diesjähriges „Novemberleuchten“ der anderen Art im „UT Connewitz“ statt.
An Stelle eines bunten Programmes - wie in bisheriger gewohnter Weise – stand diesmal die Selbsthilfe im Mittelpunkt.

Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch unsere Vereinsvorsitzende, Nicole Koburger, hielt Frank Hartung zunächst einen einleitenden Impulsvortrag zum Thema. Als Betroffener, Leiter der Selbsthilfegruppe „Malen & Gespräche“ sowie Vorstandsmitglied des LBgD e.V. schilderte er u.a. seinen ganz persönlichen Weg in die Selbsthilfe.

Während der anschließenden, von Nicole Koburger moderierten Podiumsdiskussion, kamen weiterhin Frau Dr. med. Maria Strauß, Oberärztin an der Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Leipzig, Frau Ina Klass, Mitarbeiterin der Selbsthilfe-Kontakt-Informationstelle sowie meine Wenigkeit zu Wort. Ziel war es, Betroffene für das vielfältige Selbsthilfeangebot in Leipzig zu sensibilisieren.
Von vorrangig positiven Aspekten war die Rede, aber auch von möglichen auftretenden Schwierigkeiten. Auf Grund der begrenzten Zeit blieben sicher viele Fragen unausgesprochen. Die Gesprächsrunde kann trotzdem insgesamt als gelungen eingeschätzt werden.

Über ein leeres "Laubbaum-Blatt" im Programmheft konnten die Besucher Wünsche für die dunkle Jahreszeit und Gedanken zum Abend verfassen und an einen durch den Herbst bereits laublosen Baum anpinnen. Wir freuen uns, dass dies von einigen genutzt wurde und möchten die Beiträge an dieser Stelle gern mit Ihnen teilen.

Was den Film: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ im 2. Teil der Veranstaltung betrifft, so gingen die Meinungen und Reaktionen sehr auseinander.
Mich persönlich hat die Liebesgeschichte der beiden krebskranken, dem Tod geweihten jungen Leute, welche sich in einer Selbsthilfegruppe kennen lernen, zutiefst berührt. Zugegebenermaßen sind die Krankheitsbilder im Film nicht mit einer schweren Depression vergleichbar. Doch wenn man die Depression als „Krebs der Seele“ betrachtet, so lassen sich durchaus gewisse Parallelen ziehen.
Der herzerfrischende Umgang des Paares miteinander – trotz und vielleicht gerade wegen ihrer schweren Krankheit – ist für mich beispielgebend. Als Betroffene habe ich es selbst in der Hand, ob ich meine von Depression freie Zeit, unglücklich oder glücklich gestalte.
Insofern verstehe ich den Film als Botschaft für mich selbst.

Und sollte es einem großen Teil der anwesenden knapp 70 Besucher ähnlich ergehen, haben wir mit dem diesjährigen „Novemberleuchten“ unser Ziel, einen positiven und (farben-)frohen Akzent in den oft grauen Monat zu setzen, erreicht.

Elke Wollschläger