Leipziger Bündnis gegen Depression
Deutsches Bündnis gegen Depression
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MORITZKINO SPEZIAL

„Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“

Nachbericht:


Fotos: Volker Hahn, Juliane Hug

Am 1. Dezember 2016 fand unser diesjähriges Novemberleuchten in der Moritzbastei statt.
Zur Aufführung kam im Rahmen eines Moritzkino Spezial der Doku-Film „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“, der über den Zeitraum von einem Jahr das Leben verschiedener von Depression betroffener Menschen, deren Angehörigen und Freunden beim Umgang damit filmisch begleitet und anschaulich gemacht hat.

Es war sehr berührend, wie authentisch die Protagonisten im Film rüberkamen und eine bewundernswerte Nähe zugelassen haben. Das ist eine Gabe. Darüber hinaus haben das Team der Filmemacher um Michaela Kirst und Axel Schmidt dazu beigetragen. Sie schufen bei den Dreharbeiten eine von Respekt und Empathie getragene Atmosphäre, in der sich die Protagonisten in der genannten Weise öffnen konnten.

Wir als Organisatoren freuen uns riesig, dass unsere Hoffnung mit der Veranstaltung viele Menschen anzusprechen erfüllt wurde. Eine Ahnung bekamen wir bereits im Vorfeld durch Reservierungsanfragen. Dank des Vorsitzenden der Moritzbastei e.V., unser Partner bei der Organisation des Abends, konnten noch zusätzliche verfügbare Stühle aus allen Ecken des Hauses zusammengetragen werden, so dass fast alle der ca. 110 Zuschauer am Ende einen Sitzplatz hatten. Respekt und Dank an diejenigen, für die das nicht möglich war und die trotzdem geblieben sind!

Zurückgemeldet wurde uns, dass der Film bei den Zuschauern einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, der über den Abend hinausging und noch geht. Auch die anschließende Gesprächsrunde mit dem Publikum, den Filmemachern, Prof. Hegerl und einer Expertin in eigener Sache war eine runde Sache, weil u. a. die Fragen aus dem Publikum von echtem Interesse und Verständnis geprägt waren. Auch die Moderation durch Nicole Koburger, der Vorsitzenden des Leipziger Bündnisses gegen Depression e. V. war inhaltlich gut vorbereitet und menschlich sehr ansprechend.

Wir hoffen und wünschen uns nun, dass das Filmprojekt noch viele Menschen erreicht.

Die DVD mit dem Doku- und einem begleitenden Informationsfilm kann bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe unter "Infomaterial bestellen" käuflich erworben werden.

Christine Reuter

Do., 1. Dezember 2016; Moritzbastei, Ratstonne; Universitätsstraße 9; 04109 Leipzig
Beginn: 19:00Uhr

Für das diesjährige Novemberleuchten laden wir herzlich ein zu einem kostenfreien Filmabend mit anschließender Gesprächsrunde in die Moritzbastei Leipzig zur Vorführung von "Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag"!

Depression ist eine häufige und oft schwere Krankheit. Das große Leiden eines betroffenen Menschen ist selbst für nahestehende Angehörige und Freunde oft schwer nachvollziehbar. Um die Erkrankung verstehbar(er) zu machen, begleitete der Filmemacher Axel Schmidt Betroffene und deren Angehörige dokumentarisch über den Zeitraum von etwa einem Jahr. Er zeigt Protagonisten, bei denen Depression in verschiedenen Lebensphasen und in ihren verschiedenen Verlaufsformen auftritt: von einer einmaligen depressiven Episode bis hin zu schweren und wiederkehrenden Depressionen.

Das Filmteam um Regisseurin Michaela Kirst (sagamedia) und Axel Schmidt war dabei immer in engem Kontakt mit ihnen. Durch das so gewachsene Vertrauen entstanden im Film sehr persönliche und nahbare Einblicke in Situationen, in denen der Umgang mit der Erkrankung Depression und Wege heraus abgebildet werden. Es kommen ausschließlich Betroffene und ihr unmittelbares Umfeld zu Wort, so dass sich die subjektive Sicht der Protagonisten direkt vermittelt. Möglichkeiten, mit Depression und auftretenden Schwierigkeiten umzugehen, die Einschätzung der eigenen Belastbarkeit, individuelle Wege aus der Krankheit, was dabei Kraft gibt und Zuversicht schenkt, stehen im Zentrum des Filmes. Es gibt immer noch viele Vorurteile und Irrtümer in Bezug auf Depression.

Die Idee zum Projekt überzeugte auch den AOK Bundesverband und die AOK PLUS, die das Vorhaben finanziell ermöglichten.

In nun schon bewährter Zusammenarbeit des Moritzbastei e. V. mit dem Leipziger Bündnis gegen Depression e. V. findet nach der Filmvorführung eine Gesprächsrunde statt. Michaela Kirst, Regisseurin und Produzentin, Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Christine Reuter als Expertin in eigener Sache stellen sich gern den Fragen zum Film und der Erkrankung.

Den Flyer können Sie hier herunterladen: NL_2016_Flyer

Weitere Informationen rund um das moritzkino finden sich hier